Zu den bekanntesten Komponisten, die mit der Geschichte Österreichs verbunden sind, gehört der ungarische Komponist und Dirigent Franz Liszt. Seine Werke erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit und begeistern Menschen aus aller Welt.

Kindheit und Jugend

Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 im Ort Raiding geboren. Die Gemeinde gehörte damals zum ungarischen Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie. Schon früh erkannte man die Begabung Franz Liszts für die Musik und er konnte schon mit sieben Jahren Noten schreiben und lesen. Bald gab er auch seine ersten Konzerte und studierte in Wien.

Musikalische Wanderjahre

Nach Abschluss seiner Studien weilte Franz Liszt in zahlreichen europäischen Städten und gab dort Konzerte, welche ihm schon bald zu großer Beliebtheit und einer hohen Popularität bei Bürgertum und Adel beitrugen. Nach Stationen in Paris und Italien wanderte er rastlos durch ganz Europa und feierte glänzende Erfolge, bis er eine feste Anstellung an der Hofkapelle von Weimar fand.

Kapellmeister in Weimar

Weimar war zu dieser Zeit ein Zentrum der Wissenschaft und Künste und Liszt wurde maßgeblich von der Prinzessin Sayn-Wittgenstein gefördert. Seinen Lebensabend verbrachte er in Rom und Budapest. 1861 starb er in Bayreuth.

Persönlichkeit und Werke

Liszts Persönlichkeit wird von Zeitgenossen und der Forschung als problematisch bezeichnet. Wie viele Genies und Künstler war er aufbrausend, arrogant und jähzornig. Zu seinen bekanntesten Werken zählen neben 132 Klavierwerken auch geistliche und weltliche Chorwerke, eine Oper und 9 Kammerkonzerte. Liszt war ein äußerst produktiver Künstler, der es verstand sein Publikum zu begeistern. Noch heute tragen zahlreiche Straßen, Plätze, Schulen und Gebäude seinen Namen. An sein Werk erinnert eine silberne Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland, welche im Jahre 2011 anlässlich seines 200. Geburtstages herausgegeben wurde und einen Wert von 10 Euro trägt. Sein früherer Wohnsitz in Weimar beherbergt heute einen Salon, der dem Leben und Werk des Meisters gewidmet ist.