Österreich mit seiner Hauptstadt Wien spielte in der Entwicklung der klassischen Musik eine wichtige Rolle. Von besonderer Bedeutung ist die Zeit der Wiener Klassik. Es handelt sich um einen Musikstil, der sich ab 1770 in Österreich und hauptsächlich an den Fürstenhöfen in Wien entwickelte. Zwischen 1780 und 1830 war die Hauptzeit dieses Musikstils, der sich durch bestimmte Kompositionsformen und andere Eigenheiten auszeichnet. Drei der größten Komponisten der damaligen Zeit stehen mit dem Musikstil in Verbindung: Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Letzterer steht bereits am Übergang zur nächsten Epoche, der Romantik.

Wien als kulturelles Zentrum der damaligen Zeit

Die Epoche nennt sich Wiener Klassik, da die Stadt Wien in der Entwicklung des Musikstils eine wichtige Rolle spielte. Die Komponisten, die diese Epoche prägten waren nicht gebürtige Wiener sondern zogen für ihre musikalischen Tätigkeiten in die Stadt. Wien hatte sich zum kulturellen Zentrum entwickelt. Die Fürstenhöfe in der Stadt förderten Kunst und Musik mehr als alle anderen. Die Zeit war geprägt von den Idealen und Vorstellungen der Aufklärung und der Französischen Revolution. Im Vordergrund stand das Streben nach Veränderung und Verbesserung gesellschaftlicher Zustände. Dieses Bestreben machte sich auch in der Musik und in den Kompositionen bemerkbar. Die Komponisten der Wiener Klassik brachten zahlreiche Neuerungen und Innovationen in der Musik hervor. Sie wollten mit ihren Werken dazu beitragen, die Gesellschaft gerechter zu machen.

Musikalische Eigenheiten der Wiener Klassik

Charakteristisch für die Kompositionen waren grundlegende Muster aus acht Takten. Die großen Komponisten legten ihren Werken ein bestimmtes und sich wiederholendes Schema zugrunde und entwickelten daraus die Sonatenhauptsatzform. Darüber hinaus kennzeichneten die Stücke ein bestimmtes Thema oder Motiv, das immer wiederholt wurde. Kennzeichnend ist, dass die Komponisten der Epoche Sonaten und Sinfonien veränderten und weiterentwickelten. Die Epoche ist daher geprägt von zahlreichen Sinfonien und Konzerten, die damals entstanden. Streichquartette bildeten sich als neue Erscheinungsform in der Musik der damaligen Zeit.